Der GIGATHLON 2019 in Ob- und Nidwalden wurde über 368km und 7’000hm in den Disziplinen Bike, Rennvelo, Schwimmen, Laufen und Inline ausgetragen. Das Wetter war schön & heiss und der JTRI war in allen Kategorien und Funktionen vertreten: Athleten, Supporter, Helfer und im OK. Für das sportliche Highlight sorgte Rebekka mit dem starken 4. Rang bei den Single Frauen bei Ihrer ersten GIGATHLON Teilnahme. Mit Patrick finishte auch ein JTRI bei den Single Männern. Der folgende Bericht zeigt chronologisch die Blickwinkel einiger Beteiligten: Rebekka (Athletin Single), Silvio (Athlet Couple), Silvan (Supporter), Luca (OK). Die Resultate aller JTRI-Athleten sind in der Tabelle ganz unten zu finden. Weitere Fotos gibt es hier.

 

Vobereitung:

«Vor knapp neun Monaten hat mich Silvan für dieses Abenteuer angemeldet, da ich selbst den Mut nicht hatte.» (Rebekka)

«Spontan zum 2ten – der Teamname ist Programm und so haben Karin und ich uns rund sechs Wochen vor dem Start angemeldet. Aber verglichen mit unserer ersten spontanen Teilnahme in Zürich, wo noch knapp drei Wochen für das Training blieben, war das schon von langer Hand geplant. Da wir beide Familien haben (total 5 Kids) und geschäftlich auf eigene Rechnung unterwegs sind, kommen wir nur spärlich zum Trainieren und so schauen wir jeweils kurz vor dem GIGATHLON, ob die aktuelle Form für eine Teilnahme ausreicht. Die fehlenden Trainingskilometer machen wir jeweils durch Erfahrung und Gelassenheit wett. So haben wir beide an zahlreichen Austragungen mitgemacht und Karin hat sogar den einwöchigen GIGATHLON im Jahr 2007 als Single auf dem zweiten Platz beendet.» (Silvio)

«Statt wie sonst immer selber als Athlet am Start von Wettkämpfen, habe ich mich dieses Wochenende als Supporter versucht. Zusammen mit meinem Bruder Damian versuchten wir Rebekka so gut wie möglich zu verpflegen, runter zu kühlen und sorgten dafür, dass sie eine der schnellsten wechselnden Frauen war.» (Silvan)

«Als Ressortleiter Laufen war ich dieses Jahr für die 18 km Laufstrecke am Sonntagmorgen um den Sarnersee zuständig. In der Vorbereitung hatte ich nach der Besichtigung der Region im letzten Dezember einige mögliche schöne Streckenführungen im Kopf, von denen jedoch Vieles an der Bewilligung oder anderen Hindernissen scheiterte. Schlussendlich muss man bei einem solchen Grossanlass wohl einfach die Wege nehmen, die irgendwie möglich sind. Der Schönheit und Kreativität sind dabei Grenzen gesetzt. Nachdem dieser erste Frust überwunden war, ging es an die Detailplanung: Helfer, Verkehrskadetten, Verpflegungsposten (mit Wasser) und Schilderstandorte mussten bestimmt werden und Material bestellt. Da Laufen und Inline parallel auf immer wieder gleichen Strecken führten, galt es auch diese Überschneidungen einzuplanen und die Kreuzungen möglichst sicher zu organisieren in Absprache mit dem Ressortleiter Inline.» (Luca)

 

Freitag:

«Ungewiss, ob ich diese Strecke jemals finishen werde, machte ich mich am Freitag auf nach Sarnen. Mit im Gepäck natürlich auch das Helmlicht für aufs Bike (letzte Disziplin am Samstag), falls es spät werden sollte.» (Rebekka)

«Allerdings hatten wir die Disziplin Swimrun nicht auf dem Radar, da diese erst zum zweiten Mal zum Pflichtprogram gehörte und wurden gleich eiskalt erwischt. Als es in Sarnen am Freitagabend derart heiss war, entschieden wir uns kurzfristig auf den Neo zu verzichten, da Karin keinen Shorty hatte und wir eine Überhitzung beim Laufen fürchteten. Es kam dann aber ganz anders und der Temperaturschock ins kalte Wasser zwang sie zum Brustschwimmen über die ersten paar hundert Meter, bis gescheites Crawlschwimmen überhaupt möglich war. Ein Pull Buoy wäre nachträglich gesehen wohl auch eine gute Idee gewesen, aber da fehlte jetzt halt die eingangs beschworene Erfahrung. So endete der Freitagabend mit einer völlig unterkühlten Karin, welche bei 30°C einen Pullover benötigte.» (Silvio)

«Da ich nur für die Sonntagsstrecke zuständig war, reiste ich erst am Freitagabend an und verfolgte den Swimrun mit all unseren JTRI Athleten.» (Luca)

 

Samstag:

«Apropos Licht: zehn Minuten vor dem Rennvelostart am Samstagmorgen merkte ich, dass die Batterien meines Rücklichts leer waren. Den Tränen nahe dachte ich, ich muss das Rennen aufgeben bevor es überhaupt gestartet ist. Glücklicherweise bekam ich bei der Lichtkontrolle vom Polizisten diskussionslos ein Ersatzlicht und ich konnte doch noch starten. Ich befolgte die vielen Ratschlägen im Voraus und ging das Rennen schön langsam im Wohlfühltempo an. So probierte ich auch möglichst oft die schöne Landschaft rund um den Vierwaldstättersee zu geniessen. Nach dem Schwimmen konnte ich die Inline Strecke erfreulicherweise zusammen mit meinem Bruder absolvieren und von seinem Windschatten profitieren. Vor drei Jahren haben wir zusammen im 5er Team mitgemacht, letztes Jahr im Couple und dieses Jahr beide als Single. Danach folgte die zweite Schwimmstrecke, eine perfekte Abkühlung bei diesen warmen Temperaturen! Beim anschliessenden Trailrun hoch nach Engelberg war ich dankbar für die vielen Zuschauer, die den Athleten mit Wasser das Rennen einfacher machten. Als ich nach 15km plötzlich wieder mein Bruder traf, war ich etwas erschrocken. Eigentlich ist er ein starker Läufer, wären da nicht die Magenprobleme gewesen S.o waren wir wieder zusammen unterwegs und probierten uns gegenseitig zu motivieren. Bei der Bikestrecke profitierte ich dann wieder von seiner Unterstützung und konnte bei der Abfahrt schön seiner Linie nachfahren. So erreichten wir zusammen das Ziel in Sarnen – ein schöner Augenblick. Als ich dann nach der erfrischenden Dusche auf mein Natel schaute, konnte ich meinen Augen nicht trauen: da war ich einfach auf dem dritten Platz (mit einem ganz kleinen Vorsprung). Ich war völlig überfordert, überglücklich, plötzlich wieder total nervös, «uiuiui, jetzt muss ich morgen aber Gas geben» waren etwa meine Gedanken in diesem Moment.» (Rebekka)

«Oft war ich auch auf der Strecke unterwegs und feuerte alle GIGAthleten an den abgelegensten Orten an. Ein paar Trainingskilometer während dem GIGATHLON kamen mir sehr gelegen, da ich mich aktuell vorbereite für den IRONMAN Zürich. So haben sich über Samstag/Sonntag verteilt trotz supporten von Rebekka über 10h Training angesammelt. Am Samstag bin ich die fast komplette Bikestrecke rückwärts abgefahren und habe so vermutlich im Verlauf des Rennens etwa jeden Athleten gesehen und angefeuert bis ich etwas heiser wurde. Ich wusste wie bockig die Abfahrt ist und habe vorsichtshalber Flickzeug und 4! Schläuche mitgenommen worüber sich manch ein GIGAthlet gefreut hat. Auf der Bikestrecke habe ich 6 Platten geflickt und einer verunfallten GIGAthletin wieder auf die Beine geholfen. Ich fühlte mich schon fast wie ein offizieller Mechaniker des GIGATHLON. Ich war sozusagen Fan, Supporter, Volunteer und trainierender Athlet gleichzeitig. Am Sonntag war es dann nochmals ähnlich, aufgrund der einfacheren Bikestrecke aber mit weniger Defekten und ich konnte mich aufs Fanen konzentrieren.» (Silvan)

«Morgens um 5 Uhr ging es los auf dem Rennvelo mit einem Intervallstart alle drei Sekunden von zwei Fahrern. Ich war etwa in der sechsten Reihe dran und sogleich wurde aufs Tempo gedrückt, um die vorderen Fahrer einzuholen. Das wurde recht ungemütlich und so hatte ich auf der ersten Minute einen Schnitt von 400 W und die nächsten 5 Minuten immer noch 320 W auf dem Wattmesser, bis wir auf die Spitze aufgefahren sind. Sehr unruhig ging es auch die nächsten 20 Minuten weiter mit einem Schnitt von 270 W. Erst nach Luzern beruhigte sich die Situation und das Feld hatte sich konsolidiert. Nachträglich gesehen war die ganze Hektik völlig sinnlos, so war die zweite Velogruppe dann vielleicht 5 Minuten später in Brunnen wo auf das Schiff verladen wurde. Nach dem Schiff folgte ein kurzer Anstieg nach Seelisberg, wodurch sich endlich kleinere Gruppen bildeten, die perfekt auf der Abfahrt nach Ennetbürgen harmonierten. In Ennetbürgen hatte ich vierzig Minuten Pause, währenddessen Karin sich im See abkühlen konnte. Es folgte der Wechsel auf die 15 km Laufstrecke, wo es bereits zum ersten Mal ordentlich warm wurde. Dann erneut Übergabe an Karin, welche den zweiten Teil der Schwimmstrecke absolvierte und danach direkt auf den 25 km Trailrun startete, der an der prallen Sonne richtig hart wurde. Ich durfte zum Dessert auf das Bike und kam für die letzten paar Höhenmeter in den Genuss auf die Sesselbahn zu verladen. Auch wurde die Zeit neutralisiert, wodurch man sich in aller Ruhe verpflegen und etwas erholen konnte. Die folgenden Downhill Passagen waren dann etwas vom Besten, was ich in meiner GIGATHLON Karriere erleben durfte, auch wenn ein Fully zeitweise wünschenswert gewesen wäre. Einziger Dämpfer war ganz zum Schluss ein kleiner Umweg, da ich die falsche Abzweigung erwischt habe und dann beinahe in Sachseln gelandet bin, bevor ich es dann happy und unfallfrei ins Ziel geschafft habe.» (Silvio)

«Am Samstag galt es mit meinen Helfern Lea und Sam die gesamte Laufstrecke auszuschildern und zusätzliche Wasserstellen zu organisieren. Etliche orange GIGATHLON-Pfeile, Kilometerschilder, Verpflegungsschilder und Lauf-Piktogramme galt es zu platzieren, sodass keine Missverständnisse mit den Inlinern entstehen würden. Wir transportierten alles Material in unseren Rucksäcken und fuhren dabei mit den Velos zweimal die ganze Strecke ab. Da wir dies zum ersten Mal machten und nach dem ersten Durchlauf noch zusätzliche Schilder besorgen mussten, waren wir schlussendlich fast den ganzen Tag beschäftigt und haben kaum etwas vom ganzen GIGATHLON mitbekommen.» (Luca)

 

Sonntag:

«Am Sonntagmorgen war das Aufstehen hart und ich musste beim Inlinen erst noch richtig erwachen. Nach dem Schwimmen fand ich auf dem Bike bald meinen Rhythmus und konzentrierte mich hauptsächlich auf mich, dass die Ernährung passte und ich mich stetig abkühlte. Es lief einfach immer gut, unglaublich! Als ich die Glaubenbielenpasshöhe mit dem Rennvelo erreichte, kam das Highlight: es überholte mich ein Mann eines 5er Teams mit einem Aerovelo. Ich schloss daraus, dass dieser in der Fläche drücken kann: oh ja, so war es. So düsten wir bis nach Entlebuch zu zweit, beide Aero – ach ich liiiiebe es. «Läck isch das geil gsi!!!» So hatte ich plötzlich super gute Beine, flog den zweiten Pass hoch, holte noch zwei Single Frauen ein und kam völlig überwältigt zurück in die Wechselzone für den abschliessenden Trailrun. Zu diesem Zeitpunkt lag ich ca. zwei Minuten hinter der aktuell drittplatzierten Frau, eine schnelle Läuferin. So wusste ich, wenn dann vollgas. So gab ich alles, kämpfte, probierte alles bis ich zwei Kilometer vor Schluss einbrach und mich noch irgendwie als vierte Frau nach 26.5h ins Ziel schleppte. Unglaublich, ich bin überglücklich über das Resultat und das super Rennen! Ich hätte das niemals erwartet und nicht damit gerechnet, dass es mir immer gut laufen wird bei diesen Temperaturen.» (Rebekka)

«Dank unserer soliden Leistung am Samstag haben wir es noch knapp in den Jagdstart geschafft und ich durfte knapp drei Minuten allein vor dem Feld starten und erhielt einen Live-Tracker. Zuerst fand ich den Gedanken vom Feld überrollt zu werden nicht sehr toll, aber hatte dafür den Vorteil dem Gedränge und der Hektik am Start aus dem Weg zu gehen und gleich zu Beginn mein eigenes Tempo zu laufen zu können. Dadurch fand ich relativ schnell einen guten Rhythmus und konnte bei Kilometer 13 sogar den Couple-Partner von Nadia überholen, welcher rund vier Minuten vor mir gestartet war. Das hat natürlich zusätzlich motiviert, und so ging es leichten Schrittes Richtung Ziel und vom kurz später gestarteten Feld haben mich schlussendlich nur drei Läufer überholt. Meine Stimmung änderte sich schlagartig einen Kilometer vor Schluss, als ich den fehlenden Zeitmesschip bemerkte, den ich im Zelt liegengelassen habe. Glücklicherweise haben dies die Organisatoren kurz nach meinem Start bemerkt und Karin informiert, welche den Chip gefunden und angelegt hat. Dank dem Tracker gab es auch keine Diskussionen bezgl. abkürzen. Einzig bei der Aufteilung von Schwimm- und Laufzeit gab es ein Missverständnis, so wurden mir 9 Minuten zuviel verrechnet dafür hatte Karin die drittbeste Schwimmzeit. Da wir am Sonntag ohne Supporter unterwegs waren, half ich ihr nach den drei Kilometer Schwimmen beim Wechsel aufs Bike, bevor ich mich endlich um das wohlverdiente Morgenessen kümmern konnte. Karin hatte auf dem Bike einen richtigen Energieschub und so konnte durfte ich bereits nach 2h45 auf dem Rennvelo Richtung Glaubenbielen starten. Bald hatte ich einen guten Rhythmus gefunden und auch die Hitze war erträglich, führte die Passstrasse zeitweise durch den Wald und oben wurde es auch bald kühler. Dafür schlug der (Hitze-) Hammer am Glaubenberg zu, wo die Sonne voll runterbrannte und wenn überhaupt nur etwas Rückenwind blies. Zweimal musste ich an einem Brunnen anhalten und den Kopf abkühlen sowie Bidons füllen. Aber es ging allen gleich und so habe ich mich mit einem Team of Five Fahrer den Berg hochgekämpft, der bei der Abfahrt ein gutes Hinterrad bot. Ich war dann froh für den abschliessenden Trailrun an Karin übergeben zu können, da ich ziemlich am Ende war. Sie konnte sich in der Zwischenzeit einigermassen regenerieren und lieferte zum Schluss einen soliden Trailrun ab und wir liefen bei den Couple Run auf Rang 6 ins Ziel.» (Silvio)

«Rebekka startete zum ersten Mal als Single Woman und war nicht nur im Wechsel schnell! Wir waren überrascht, als sie nach zwei von drei Tagen auf dem 3. Rang Overall lag. Für Rebekka war diese unerwartete Situation vielleicht etwas fordernd, weil nun alle hofften, dass sie diesen Rang auch am letzten Tag noch halten kann. Für uns Supporter hingegen war es eine Freude, schauen zu können wie sie den ganzen Tag um diesen 3. Rang kämpfte. Wenn es um die Wurst geht, weiss man auch als Supporter, dass man gebraucht wird und der Athlet froh ist, wenn in der Wechselzone alles zur rechten Zeit am rechten Ort war. Dass dem so war, hat Rebekka hauptsächlich meinem Bruder zu verdanken. Ich glaube, er ist einer der motiviertesten, durchgeplantesten und erfahrensten Supporter, welche es im GIGATHLON und IRONMAN Zirkus gibt. Obwohl ich selber schon x-Mal am GIGATHLON teilgenommen habe, kam ich mir in der Wechselzone wie ein Schüler vor. Etwas mühsam war die Eisbeschaffung am Sonntag. In Sarnen waren alle Eisvorräte bereits leer, so musste ich mit dem Velo und Rucksack nach Alpnach fahren und habe dort 10kg Crush Eis gekauft, welches mir auf dem Rückweg schön den Rücken hinunterlief und ich mich beeilen musste, um vor Rebekka wieder in der Wechselzone zu sein. Mit diesen 10kg Eis waren wir der Eis-Dealer schlechthin in der Single Wechselzone. Spannend wurde es vor allem während dem abschliessenden Trailrun. Rebekka war nach ca. 25h mit 2min Rückstand auf Rang 3 unterwegs. Also habe ich Rebekka gefühlte 20 Mal abgepasst auf der Laufstrecke, die Zwischenstände durchgegeben (natürlich nur die halbe Wahrheit) Denn sie hatte bereits mehr Zeit verloren als ich ihr weis machte. Da der Trailrun am Ende aber noch 400hm bergab ging und am Schluss nur noch ca. 2.5 km geradeaus, wusste ich, dass es für Rebekka möglich sein könnte, die Zeit wieder aufzuholen, wenn sie abwärts alles gibt. Ich war hin und her gerissen, wie stark ich sie pushen sollte und bekam dann auch zwei Kilometer vor dem Ziel etwas Angst, dass ich es übertrieben habe. Rebekka torkelte kurz etwas umher, lief ein paar Meter und konnte erst danach wieder ganz locker ins Ziel joggen und hat auf den letzten zwei Kilometern den Grossteil ihres Rückstandes auf das Podium eingefangen. Ein 3. Rang wäre natürlich sehr toll gewesen, doch viel wichtiger, war ein glücklicher und gesunder Finish ihrer ersten Single GIGATHLON Teilnahme. Obwohl Rebekka etwas herum getorkelt ist und kein Trinken mehr hatte, habe ich darauf verzichtet ihr mit Wasser auszuhelfen. Ich bin gegenüber den anderen Teilnehmern fair geblieben und habe mich bei Rebekka entschuldigt, dass sie erst 1km vor dem Ziel etwas von mir bekommt (da man ab dort begleiten darf).» (Silvan)

«Am Sonntag galt es für uns früh aufzustehen. Lea hatte noch einen Extra-Job als Pilonenstellerin gefasst und musste ab 3 Uhr alle 20m über ca. 10km Pilonen in der Strassenmitte platzieren. Für mich und Sam ging es um 4 Uhr mit einem kurzen Frühstück los, danach mussten wir die ganze Strecke nochmals überprüfen, sowie alle Helfer und Verkehrskadetten instruieren. Mit im Gepäck: Wasserflaschen, Sonnencreme, T-Shirt und Lunchbags für alle 15 Helfer unserer Strecke. Als die ersten Athleten um 5.30 starteten, waren wir bei Streckenmitte noch mit einer geschlossenen Barriere beim Camping beschäftigt, die wir aber dann noch rechtzeitig aufbrachten. Kurz nach dem grossen Start um 6.30 waren wir auch wieder zurück beim Zielgelände und für mich ging es auf eine weitere Runde per Bike, um zu schauen, ob überall alles rund läuft. Alles schien zu funktionieren und so besetzte ich mit einem Bidon und einer Wasserflasche bestückt dann den Wasserschlauch, den wir bei km 15 zusätzlich eingerichtet hatten. Die Läufer waren bereits um 8 Uhr froh und dankbar um jede Abkühlung und schütteten das Wasser genussvoll über sich. Lea musste zu dieser Zeit bereits wieder Pilonen zusammenräumen, direkt hinter dem Besenwagen der Inliner. Nachdem der Besenwagen der Läufer bei mir vorbeikam, gings auch für mich wieder zurück ins Ziel. Dabei nahm ich auch Sam wieder mit, der während des Rennens bei einer gefährlichen Kreuzung mit den Inlinern über die Hauptstrasse eine Verkehrskadettin unterstützte. Nun galt es in einer nächsten Seeumrundung zu dritt wieder die ganze Strecke abzuräumen und das Material zurückzugeben. Zur Abkühlung gings ganz kurz in den See. Danach fassten wir nochmals einen Zusatzauftrag, alle Parkschilder und weissen GIGATHLON-Pfeile in Sarnen abzuräumen. Man hätte wohl noch den ganzen Abend weiterhelfen können, doch wir waren dann um 17 Uhr ziemlich erledigt und machten uns auf den Heimweg. Auch am Sonntag hatten wir vom GIGATHLON Geschehen nicht viel mitbekommen.» (Luca)

 

Fazit:

«Ich fand den diesjährigen GIGATHLON sehr schön und abwechslungsreich und auch das Camp sowie die sanitären Anlagen waren top. Lediglich der Intervallstart auf dem Rennvelo in eine flache Strecke fand ich nicht so toll. PS: Falls jemand einen Tipp braucht wie man einen der wenigen Plätze unter den Bäumen ergattern kann, sende mir bitte eine PN.» (Silvio)

«Ich bin riesig stolz auf die grossartige Leistung von Rebekka. Über 26h Sport, den 4. Rang bei den Frauen erreicht und sogar in die vordere Hälfte der Single Männer hätte es Rebekka geschafft! Lustig finde ich den Vergleich zum IRONMAN Frankreich, bei welchem die Strecke aufgrund der Hitze gekürzt wurde oder in Frankfurt, wo extra ein Teil der Laufstrecke in den Schatten verlegt wurde. Rebekka und auch die anderen GIGAthleten haben der enormen Hitze getrotzt und verdienen grössten Respekt. Chapeau!» (Silvan)

«Der Organisationsaufwand für einen solch grossen Anlass, der jedes Jahr an einem anderen Ort stattfindet ist GIGAntisch. Jedes Jahr muss alles komplett neu organisiert und alle Strecken neu bewilligt werden. Verglichen damit scheint die Organisation eines IRONMAN eine reine Routineaufgabe zu sein, Copy Paste jedes Jahr. Insbesondere am Weekend selbst sind so viele Leute 15 Stunden am Tag und mehr im Einsatz und schlafen teilweise kaum (Der Materialchef musste am Sonntagmorgen um 3 Uhr aus dem Bett geklingelt werden, vermutlich nach weniger als 3h Schlaf). Nur schon genügend Helfer zu finden ist eine Herkulesaufgabe. Es ist zu hoffen, dass die Teilnehmerzahlen wieder aufwärts gehen, ansonsten wird es den GIGATHLON in dieser Art sicherlich nicht mehr für ewig geben.» (Luca)

 

Name Startnr. Zeit Rang
Single Woman
Rebekka Signer 314 26:26 4.
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Single Man
Patrick Lacher 141 25:34 25.
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Couple
Spontan zum 2ten (Silvio) 1090 21:35 6.
Spital Linth (Nadia) 1002 22:13 9.
Famille je-sais tout (Micha, Bea) 1572 28:56 57.
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Team of Five
Dormakaba (Claudia, Thomas) 2518 25:34 56.
Gailtal-Express (Doris, Roger, Andreas) 2062 26:24 147.